Barrierefreiheitsstärkungsgesetz 2025: Die ultimative Checkliste für Unternehmen

Das Wichtigste in Kürze

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet dich, digitale Angebote zugänglich für alle Nutzer zu gestalten.

Eine barrierefrei gestaltete Website steigert Nutzerfreundlichkeit, Reichweite und gibt rechtliche Sicherheit.

So gehst du vor: Checkliste nutzen, Inhalte, Navigation und Medien prüfen sowie Anpassungen für Screenreader, Kontraste und Bedienbarkeit durchführen.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verstehen

Hintergrund und Zielsetzung des Gesetzes

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BStG) verfolgt das Ziel, digitale und physische Barrierefreiheit zu fördern. Seit 2023/2024 sind Unternehmen und öffentliche Stellen verpflichtet, Barrieren in Websites, Apps und Gebäuden zu reduzieren. Ziel ist es, allen Menschen – insbesondere Menschen mit Behinderung – gleichberechtigten Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zu gewährleisten. Studien zeigen, dass barrierefreie Websites sowohl die Nutzerzufriedenheit als auch die Conversionrate verbessern.

Wer ist betroffen?

Das Gesetz betrifft:

  • Öffentliche Stellen

  • Webshops, Apps und digitale Plattformen

  • Unternehmen ab einer bestimmten Größe, insbesondere digitale Dienste

Kleinunternehmen profitieren von vereinfachten Übergangsfristen, während für große Organisationen strikte Fristen und Prüfpflichten gelten.

Rechtliche Anforderungen im Überblick

Barrierefreiheit im Web und in Apps

Unternehmen müssen digitale Inhalte nach BITV 2.0 und WCAG 2.1 umsetzen. Das betrifft Texte, Bilder, Navigation, Farben und Tastaturbedienbarkeit. Tools wie WAVE oder Accessibility Insights helfen, Websites zu prüfen.

Barrierefreie physische Zugänge

Gebäude, Zugänge und Beschilderung müssen für Menschen mit Behinderung zugänglich sein. Rampen, Aufzüge und kontrastreiche Beschilderung gehören zum Standard.

Dokumentation und Nachweisführung

Maßnahmen müssen dokumentiert werden. Prüfer können Nachweise einsehen, daher empfiehlt sich eine strukturierte Checkliste oder ein Auditbericht.

Praxis-Checkliste: Barrierefreiheit Schritt für Schritt

BereichTo-doToolsTipps

Digitale Barrierefreiheit

Websites testen

Prüfe Navigation, Kontraste, Alt-Texte; regelmäßig wiederholen

Apps prüfen

Teste Screenreader-Kompatibilität und Tastatursteuerung

Texte in leichter Sprache

Texte verständlich schreiben, kurze Sätze und klare Struktur

Physische Barrierefreiheit

Zugänge & Beschilderung prüfen

Interne Checklisten, ggf. Audit durch externe Experten

Klare Wege, kontrastreiche Schilder, barrierefreie Eingänge

Rampen, Aufzüge, sanitäre Einrichtungen kontrollieren

bauliche Pläne, regelmäßige Begehungen

Sicherstellen, dass alle Einrichtungen erreichbar und funktionstüchtig sind

Regelmäßige Begehung und Feedback

Mitarbeitende & Kunden einbinden

Feedback ernst nehmen, Anpassungen dokumentieren

Interne Prozesse und Schulungen

Verantwortlichkeiten festlegen

Organigramme, interne Richtlinien

Klare Zuständigkeiten definieren, Ansprechpartner benennen

Mitarbeitende sensibilisieren

Schulungen, Workshops, E-Learning

Regelmäßige Trainings, Praxisbeispiele einbinden

Regelmäßige Updates der Checkliste

Digitale Tools wie Confluence, Notion oder SharePoint

Checkliste kontinuierlich anpassen und dokumentieren

Umsetzung und Best Practices

Priorisierung von Maßnahmen

  • Kritische Bereiche zuerst: Website, Webshop, Apps

  • Danach physische Zugänge

  • Kleinere Anpassungen wie Texte in leichter Sprache als Ergänzung

Typische Fehler vermeiden

  • Unvollständige Dokumentation

  • Fehlende mobile Optimierung

  • Keine regelmäßige Überprüfung

Externe Unterstützung nutzen

  • Barrierefreiheitsagenturen oder Accessibility-Audits

  • Tools: WAVE, Accessibility Insights, Siteimprove

Häufig gestellte Fragen

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