Das Wichtigste in Kürze
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verpflichtet dich, digitale Angebote zugänglich für alle Nutzer zu gestalten.
Eine barrierefrei gestaltete Website steigert Nutzerfreundlichkeit, Reichweite und gibt rechtliche Sicherheit.
So gehst du vor: Checkliste nutzen, Inhalte, Navigation und Medien prüfen sowie Anpassungen für Screenreader, Kontraste und Bedienbarkeit durchführen.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz verstehen
Hintergrund und Zielsetzung des Gesetzes
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BStG) verfolgt das Ziel, digitale und physische Barrierefreiheit zu fördern. Seit 2023/2024 sind Unternehmen und öffentliche Stellen verpflichtet, Barrieren in Websites, Apps und Gebäuden zu reduzieren. Ziel ist es, allen Menschen – insbesondere Menschen mit Behinderung – gleichberechtigten Zugang zu Informationen und Dienstleistungen zu gewährleisten. Studien zeigen, dass barrierefreie Websites sowohl die Nutzerzufriedenheit als auch die Conversionrate verbessern.
Wer ist betroffen?
Das Gesetz betrifft:
Öffentliche Stellen
Webshops, Apps und digitale Plattformen
Unternehmen ab einer bestimmten Größe, insbesondere digitale Dienste
Kleinunternehmen profitieren von vereinfachten Übergangsfristen, während für große Organisationen strikte Fristen und Prüfpflichten gelten.
Rechtliche Anforderungen im Überblick
Barrierefreiheit im Web und in Apps
Unternehmen müssen digitale Inhalte nach BITV 2.0 und WCAG 2.1 umsetzen. Das betrifft Texte, Bilder, Navigation, Farben und Tastaturbedienbarkeit. Tools wie WAVE oder Accessibility Insights helfen, Websites zu prüfen.
Barrierefreie physische Zugänge
Gebäude, Zugänge und Beschilderung müssen für Menschen mit Behinderung zugänglich sein. Rampen, Aufzüge und kontrastreiche Beschilderung gehören zum Standard.
Dokumentation und Nachweisführung
Maßnahmen müssen dokumentiert werden. Prüfer können Nachweise einsehen, daher empfiehlt sich eine strukturierte Checkliste oder ein Auditbericht.
Praxis-Checkliste: Barrierefreiheit Schritt für Schritt
| Bereich | To-do | Tools | Tipps |
|---|---|---|---|
Digitale Barrierefreiheit | Websites testen | Prüfe Navigation, Kontraste, Alt-Texte; regelmäßig wiederholen | |
Apps prüfen | Teste Screenreader-Kompatibilität und Tastatursteuerung | ||
Texte in leichter Sprache | Plain Language Guidelines, Tools wie TextLab | Texte verständlich schreiben, kurze Sätze und klare Struktur | |
Physische Barrierefreiheit | Zugänge & Beschilderung prüfen | Interne Checklisten, ggf. Audit durch externe Experten | Klare Wege, kontrastreiche Schilder, barrierefreie Eingänge |
Rampen, Aufzüge, sanitäre Einrichtungen kontrollieren | bauliche Pläne, regelmäßige Begehungen | Sicherstellen, dass alle Einrichtungen erreichbar und funktionstüchtig sind | |
Regelmäßige Begehung und Feedback | Mitarbeitende & Kunden einbinden | Feedback ernst nehmen, Anpassungen dokumentieren | |
Interne Prozesse und Schulungen | Verantwortlichkeiten festlegen | Organigramme, interne Richtlinien | Klare Zuständigkeiten definieren, Ansprechpartner benennen |
Mitarbeitende sensibilisieren | Schulungen, Workshops, E-Learning | Regelmäßige Trainings, Praxisbeispiele einbinden | |
Regelmäßige Updates der Checkliste | Digitale Tools wie Confluence, Notion oder SharePoint | Checkliste kontinuierlich anpassen und dokumentieren |
Umsetzung und Best Practices
Priorisierung von Maßnahmen
Kritische Bereiche zuerst: Website, Webshop, Apps
Danach physische Zugänge
Kleinere Anpassungen wie Texte in leichter Sprache als Ergänzung
Typische Fehler vermeiden
Unvollständige Dokumentation
Fehlende mobile Optimierung
Keine regelmäßige Überprüfung
Externe Unterstützung nutzen
Barrierefreiheitsagenturen oder Accessibility-Audits
Tools: WAVE, Accessibility Insights, Siteimprove
Häufig gestellte Fragen
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