Scraping von Google-Suchergebnissen: Das sind die besten Tools und Browser-Erweiterungen

Das Wichtigste in Kürze

Google-Suchergebnisse liefern dir wertvolle Daten für SEO, Marktanalyse und Wettbewerbsbeobachtung, insbesondere durch SERP-Daten und Rankings.

Mit Tools, Browser-Erweiterungen und APIs kannst du Google-Suchergebnisse effizient exportieren und automatisiert weiterverarbeiten.

So gehst du vor: Nutze eine Chrome-Erweiterung für den CSV-Export, importiere die Daten in Excel oder Google Sheets und bereinige sie für deine Analyse.

So exportierst du Google-Suchergebnisse in Excel und CSV

Stell dir vor, du analysierst ein wichtiges Keyword – und merkst, dass dein Konkurrent konstant auf Platz eins steht, während du auf Seite zwei feststeckst. Du öffnest die Google-Suchergebnisseite, schaust dir die Rankings an, und weißt: Diese Daten brauchst du strukturiert, nicht als Screenshot. Genau hier fängt echter SEO-Fortschritt an.

In diesem Guide zeige ich dir, wie du SERP-Daten systematisch exportierst – ob per Chrome-Erweiterung als CSV, mit einem Google SERP Scraper oder direkt nach Excel. Du lernst, welche Tools sich für welchen Anwendungsfall eignen, was du dabei rechtlich beachten musst, und wie du aus rohen SERP-URLs echte Wettbewerbsanalysen machst.

Warum sind SERP-Daten so wertvoll?

Aufbau und Bestandteile der SERP

SERP steht für Search Engine Results Page – also die Seite, die Google dir nach einer Suchanfrage zeigt. Klingt simpel, ist aber ein komplexes Konstrukt aus mehreren Elementen:

  • Organische Ergebnisse: Die klassischen Treffer, gerankt nach Googles Algorithmus. Ziel jeder SEO-Maßnahme.
  • Bezahlte Anzeigen (Google Ads): Erscheinen oberhalb oder unterhalb der organischen Listings. Erkennbar am kleinen Gesponsert-Label.
  • Lokale Ergebnisse (Map Pack): Karten mit Unternehmenseinträgen – relevant für lokales SEO und oft der einzige Weg, auf mobilen Suchanfragen sichtbar zu sein.
  • Rich Snippets: Sterne-Bewertungen, FAQs, How-to-Boxen, Produktpreise – visuelle Anreicherungen, die die Klickrate stark beeinflussen.

Jedes dieser Elemente nimmt wertvollen Platz auf der Ergebnisseite ein – und verdrängt alles darunter nach unten. Wer SERP-Daten nicht analysiert, optimiert im Blindflug.

Warum Position 1 nicht gleich Position 1 ist

Googles Suchergebnisse haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Eine Klickraten-Analyse von Backlinko zeigt: Das erste organische Ergebnis erhält im Schnitt rund 27.6% aller Klicks – aber nur dann, wenn keine AI Overview, kein Featured Snippet und keine Anzeigenblöcke davor erscheinen. In stark umkämpften Nischen liegt der Wert deutlich niedriger. Das bedeutet konkret: Du musst nicht nur wissen, wo du rankst, sondern auch wie die SERP um dich herum strukturiert ist. Ein Ranking auf Platz 1 bringt wenig, wenn darüber drei Anzeigen, eine AI Overview und ein Featured Snippet den gesamten Above-the-fold-Bereich belegen.

Was SERP-Daten konkret liefern

Wenn du Google-Suchergebnisse strukturiert exportierst, erhältst du typischerweise folgende Datenpunkte:

  • SERP-URLs: Welche Seiten ranken auf welcher Position?
  • Metadaten: Was kommunizieren die Wettbewerber in den Snippets?
  • Domain-Metriken: Wie stark sind die rankenden Domains?
  • SERP-Features: Gibt es ein Featured Snippet oder eine KI-Übersicht?
  • Keyword-Daten: Suchvolumen, CPC, Wettbewerbsintensität
  • Historische Rankings: Wie entwickeln sich Positionen über Zeit?

Diese Rohdaten sind die Grundlage für Content-Gap-Analysen, Linkbuilding-Strategien und technische SEO-Audits.

So gelingt der Google-SERP-Export

Es gibt vier grundlegende Wege, SERP-Daten zu erheben. Sie unterscheiden sich in Aufwand, Datenmenge und technischem Anspruch erheblich.

1. Manuell kopieren (nicht empfohlen)

Du öffnest Google, kopierst URLs, Titel und Beschreibungen per Hand in eine Tabelle. Das funktioniert für drei bis fünf Ergebnisse bei einem einzelnen Keyword – aber nicht für skalierbare Analysen. Fehleranfällig, zeitaufwendig, nicht reproduzierbar. Für professionelles SEO keine Option.

2. Browser-Erweiterungen: Chrome-Export als CSV

Die schnellste Lösung für gelegentliche Analysen. Du installierst eine Chrome-Erweiterung, führst eine Google-Suche durch und exportierst die SERP mit einem Klick als CSV-Datei – direkt in Excel oder Google Sheets importierbar.

  • Vorteile: Schnell einsatzbereit, keine Programmierung, kostenlos oder günstig
  • Nachteile: Begrenzte Datenmenge, abhängig von Google-Änderungen im Frontend

3. Online-Tools und SERP-Scraper ohne Installation

Webbasierte Tools, bei denen du ein Keyword eingibst und strukturierte Ergebnisse erhältst – oft direkt als Excel-Export. Kein Setup, ideal für gelegentliche Nutzung oder wenn du kein Chrome verwendest.

  • Vorteile: Keine Installation, einfache Bedienung, geräteunabhängig
  • Nachteile: Oft auf wenige Keywords begrenzt, Datenschutzfragen bei SaaS-Lösungen

4. API-basierte SERP-Scraper für Fortgeschrittene

APIs liefern automatisiert große Datenmengen für beliebig viele Keywords, Standorte, Sprachen und Devices. Sie sind die einzige wirklich skalierbare Lösung für Agenturen und datengetriebene Teams.

  • Vorteile: Vollautomatisch, skalierbar, strukturierte Daten, Historisierung möglich
  • Nachteile: Kostenpflichtig, technisches Setup notwendig, Entwicklerkenntnisse hilfreich

Die besten Tools für den SERP-Export

1. SEOquake: Erste Wahl für den Export als CSV

SEOquake ist eine kostenlose Chrome-Erweiterung von Semrush und gehört zu den meistgenutzten SEO-Tools im Browser. Direkt in der SERP zeigt sie Metriken wie Semrush Rank, Backlink-Anzahl und Index-Status an – ohne die Seite zu verlassen.

Mit einem Klick exportierst du die komplette SERP als CSV-Datei, fertig für die Weiterverarbeitung in Excel. In den Einstellungen legst du vorher fest, welche Parameter exportiert werden: Aktiviere mindestens URL, Title, Meta Description, Position und Domain-Metriken – so bekommst du eine saubere Grundlage für jede Wettbewerbsanalyse.

  • Geeignet für: Einzelne Keyword-Analysen, schnelle Wettbewerbsübersichten, Einsteiger
  • Kosten: Kostenlos (Basisversion mit Semrush-Konto erweiterbar)

2. Scraper: Attraktiv bei besonderen Anforderungen

Die Chrome-Erweiterung Scraper gibt dir maximale Kontrolle beim Extrahieren von Inhalten aus Webseiten – auch aus der Google-Suche. Über XPath oder CSS-Selektoren definierst du exakt, welche SERP-Elemente du erfassen willst: nur organische Ergebnisse, nur Anzeigen, oder alles kombiniert. Die extrahierten Daten lassen sich direkt nach Google Sheets exportieren.

Ein praktischer Tipp für größere Analysen: Stelle in den Google-Sucheinstellungen die Ergebnisse auf 100 pro Seite um – das reduziert die Anzahl der zu scrapenden Seiten und macht den Prozess schneller. Zusätzlich lässt sich die Erweiterung gut mit Google-Operatoren wie site:, intitle: oder inurl: kombinieren, um gezielt bestimmte Seitentypen oder Index-Zustände zu analysieren – etwa alle indexierten URLs einer Domain oder einer bestimmten Verzeichnisebene.

  • Geeignet für: Technisch versierte Nutzer, individuelle Datenstrukturen
  • Kosten: Kostenlos

3. Keywords Everywhere: SERP-Daten und Keyword-Metriken kombiniert

Keywords Everywhere ist mehr als ein reines Export-Tool. Die Chrome-Erweiterung reichert die Google-SERP direkt mit zusätzlichen Daten an: Suchvolumen, Cost-per-Click (CPC) und Wettbewerbsintensität erscheinen inline neben den organischen Ergebnissen.

Gleichzeitig kannst du SERP-URLs und Keyword-Vorschläge exportieren – was die Erweiterung zur effizienten Kombination aus Recherche- und Export-Tool macht. Besonders nützlich: Die Related Keywords– und People Also Search For-Daten direkt in der SERP.

  • Geeignet für: Keyword-Recherche kombiniert mit Datenexport
  • Kosten: Credits-basiert, ab ca. 10 US-Dollar für 100.000 Credits

4. Bright Data: Scraper für Enterprise-Anforderungen

Bright Data ist eine der leistungsfähigsten Plattformen für Web-Scraping und Marktführer im Bereich SERP-Daten. Die Plattform bietet eine SERP-API, welche Google-Ergebnisse für beliebige Keywords, Standorte, Sprachen und Gerätetypen abruft – vollautomatisch und in großem Maßstab.

Stark: Bright Data arbeitet mit echten Browser-Sessions, wodurch Anti-Bot-Maßnahmen von Google zuverlässig umgangen werden. Du erhältst standortspezifische SERP-Daten – etwa den Unterschied zwischen der Google-Suche in Berlin, München oder Wien – und kannst Rankings durch automatisierten, regelmäßigen Datenabruf kontinuierlich tracken.

  • Geeignet für: Agenturen, Enterprise-SEO, Marktforschung, Preismonitoring
  • Kosten: Ab ca. 50 € / Monat – je nach Datenvolumen und Abruffrequenz

5. Apify: Flexible Scraping-Pipelines für Entwickler

Apify ist eine Cloud-Plattform für Web-Scraping, die vorgefertigte Actors – also Scraping-Skripte – für Google bereitstellt. Der Google Search Scraper von Apify extrahiert organische Ergebnisse, Anzeigen, Featured Snippets und People Also Ask-Blöcke – konfigurierbar über eine UI oder direkt per API.

Im Marketplace findest du fertig konfigurierte Scrapers, die ohne Coding-Kenntnisse funktionieren. Exportiert wird als JSON, CSV oder direkt in Google Sheets. Für wiederkehrende Analysen richtest du Schedules ein, die den Datenabruf vollautomatisch übernehmen – ergänzt durch eine gut dokumentierte REST-API für eigene Integrationen.

  • Geeignet für: Entwickler, Teams mit Automatisierungsbedarf, flexible Datenpipelines
  • Kosten: Kostenloser Einstieg, bezahlte Pläne ab ca. 49 US-Dollar / Monat

So exportierst du Google Maps-Suchergebnisse

Für lokale Suchmaschinenoptimierung gelten eigene Regeln. Wer Google Maps-Suchergebnisse exportieren will, braucht Tools, die speziell auf das Map Pack ausgerichtet sind – klassische SERP-Scraper erfassen diese Daten oft unvollständig oder gar nicht.

Was du beim Google Maps-Export erhältst:

  • Position im Local Pack
  • Q&A-Einträge und Attribut-Daten
  • Unternehmensname, Kategorie und Beschreibung
  • Adresse, Öffnungszeiten, Telefonnummer und Website-URL

Die besten Tools für deinen Maps-Export:

1. Outscraper Google Maps Scraper

Outscraper ist speziell auf Google Maps ausgerichtet und bietet eine einfache Oberfläche: Du gibst einen Suchbegriff und einen Standort ein und erhältst strukturierte Daten als CSV oder Excel.

2. Apify Google Maps Scraper

Apify Google Maps Scraper bietet mehr Flexibilität und API-Zugriff – gut für automatisierte Prozesse.

3. PhantomBuster Data Scraping Crawler

PhantomBuster ermöglicht automatisierte Datenerhebung aus Maps und lässt sich mit anderen Datenquellen kombinieren.

Schritt für Schritt zu strukturierten SERP-Daten in Excel

Schritt 1: Das richtige Tool wählen

Bevor du anfängst, definiere deinen Anwendungsfall:

  • Mehrere Keywords, regelmäßig: Online-Tool oder Apify
  • Viele Keywords, automatisiert: Bright Data API oder eigene Scraping-Pipeline

Schritt 2: Export via Chrome-Erweiterung als CSV

  • Installiere SEOquake oder eine vergleichbare Erweiterung aus dem Chrome Web Store
  • Konfiguriere die gewünschten Metriken in den Einstellungen
  • Führe deine Google-Suche durch
  • Klicke in der Erweiterungsleiste auf Export oder CSV
  • Die Datei wird automatisch in deinen Download-Ordner gespeichert

Wichtig: Führe die Suche im normalen Browserfenster durch, nicht im Inkognito-Modus – viele Erweiterungen funktionieren dort nicht.

Schritt 3: CSV-Datei in Excel öffnen und aufbereiten

  • Öffne Excel und wähle DatenAus Text/CSV
  • Wähle die exportierte CSV-Datei aus
  • Stelle sicher, dass das Trennzeichen korrekt erkannt wird
  • Lade die Daten in ein neues Arbeitsblatt

Tipp für Google Sheets als Alternative: Wenn du im Team arbeitest, nutze Google Sheets statt Excel. Viele Tools exportieren direkt dorthin – kein Dateiaustausch per E-Mail notwendig.

Schritt 4: Daten aus Online-Tools importieren

Viele SERP-Tools bieten direkten Excel-Export oder zumindest CSV-Download:

  • Öffne das gewählte Online-Tool
  • Gib dein Keyword und ggf. Standort und Sprache ein
  • Starte die Analyse und warte auf die Ergebnisse
  • Lade die Exportdatei herunter
  • Importiere sie in Excel oder Google Sheets

Schritt 5: Daten bereinigen und für die Analyse strukturieren

Rohe SERP-Daten sind selten sofort auswertbar. Diese Schritte machen sie nutzbar:

  • Duplikate entfernen: Manche Tools erfassen Ergebnisse mehrfach. Nutze in Excel DatenDuplikate entfernen.
  • Irrelevante Spalten löschen: Behalte nur, was du wirklich brauchst: URL, Title, Position, Domain, Metriken.
  • Domain aus URL extrahieren: Mit einer einfachen Excel-Formel (z. B. =LINKS(A2;FINDEN("/";A2;9)-1)) isolierst du die Domain aus der vollen URL – nützlich für Domain-Häufigkeitsanalysen.
  • Pivot-Tabelle für Wettbewerbsanalyse: Gruppiere die Ergebnisse nach Domain, um zu sehen, welche Wettbewerber mit wie vielen URLs ranken.

SERP-URL analysieren: Was steckt hinter den Links?

Die SERP-URL ist mehr als eine Webadresse. Sie verrät dir:

  • Seitentyp: Ist es eine Kategorie-Seite, ein Blogpost, eine Produktseite oder eine Startseite? Das zeigt dir, welcher Content-Typ für das Keyword funktioniert.
  • URL-Struktur und Keyword-Integration: Hat der Wettbewerber das Keyword in der URL? Google bewertet das als schwaches, aber vorhandenes Rankingsignal.
  • Domain vs. Subdomain: Rankt eine separate Subdomain (z. B. blog.example.com)? Das kann Aufschluss über die Seitenarchitektur geben.
  • Tiefe im Seitenbaum: Eine URL wie example.com/a/b/c/d/artikel deutet auf eine tief verschachtelte Struktur hin – was für SEO selten vorteilhaft ist.
  • Wenn du SERP-URLs systematisch analysierst, erkennst du schnell Muster: Welche Content-Formate dominieren, welche Seiten-Typen Google bevorzugt und wie deine eigene URL-Struktur im Vergleich aufgestellt ist.

Die rechtliche Seite des SERP-Scrapings

Das Exportieren von Google-Suchergebnissen ist rechtlich nicht trivial. Google untersagt in seinen Terms of Service das automatisierte Abrufen von Suchergebnissen ohne ausdrückliche Genehmigung – wer mit selbst entwickelten Scrapern oder Bots dagegen verstößt, riskiert eine IP-Sperrung oder rechtliche Konsequenzen. Exportierst du dabei personenbezogene Daten wie Profilseiten oder namentliche Bewertungen, greift zusätzlich die DSGVO: Diese Daten dürfen nur zu legitimen Zwecken verarbeitet werden.

Kommerzielle Tools wie Bright Data, Apify oder SerpAPI bewegen sich zwar ebenfalls in einer rechtlichen Grauzone, operieren aber mit technischen Lösungen – Proxy-Netzwerke, echter Browser-Traffic –, die das Scraping in der Praxis ermöglichen. Für den professionellen Einsatz sind sie dennoch die deutlich sicherere Wahl gegenüber Eigenentwicklungen, die sowohl technisch aufwendig als auch rechtlich riskant sind.

SERP-Daten exportieren und richtig nutzen

Wer Google-Suchergebnisse strukturiert exportiert, gewinnt einen entscheidenden Vorteil: Entscheidungen basieren auf Daten, nicht auf Bauchgefühl. Ob du Rankings beobachtest, Wettbewerber analysierst oder Content-Lücken identifizierst – SERP-Daten sind der Ausgangspunkt.

Für gelegentliche Analysen reicht eine Chrome-Erweiterung wie SEOquake völlig aus. Wer regelmäßig Daten für mehrere Keywords oder Standorte braucht, ist mit einem Tool wie Apify oder Keywords Everywhere besser bedient. Agenturen und Teams mit hohem Datenbedarf kommen an API-Lösungen wie Bright Data nicht vorbei.

Das Wichtigste: Exportiere nicht einfach Daten und lass sie in Excel verstauben. Stelle dir immer die Frage, was die SERP dir über das Suchverhalten deiner Zielgruppe erzählt – und was du konkret besser machen kannst als die Seiten, die heute vor dir ranken.

Häufig gestellte Fragen

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