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Sind schlechte Google-Bewertungen strafbar? Rechtliche Folgen einer Rezension verstehen

  • Autorenbild: Alexander Peter Hihler
    Alexander Peter Hihler
  • 18. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 2 Tagen

Sind schlechte Google-Bewertungen strafbar
Negative Google-Bewertungen können strafbar sein und Unternehmen rechtlich sowie finanziell belasten.

Das Wichtigste in Kürze


  • Schlechte Google-Bewertungen können strafbar sein, wenn sie falsche Tatsachen behaupten oder Persönlichkeitsrechte verletzen.


  • Strafbarkeit entsteht, weil solche Bewertungen Ruf schädigen, wirtschaftlichen Schaden verursachen und Vertrauen gezielt untergraben.


  • Betroffene können Bewertungen melden, löschen lassen, Unterlassung fordern oder rechtlich gegen Verfasser vorgehen.


1. Einführung


1.1 Bedeutung von Google-Bewertungen für Unternehmen


Google-Bewertungen sind heute eines der wichtigsten Instrumente für die Reputation eines Unternehmens. Sie beeinflussen das Vertrauen potenzieller Kunden und haben direkten Einfluss auf Kaufentscheidungen. Studien zeigen, dass über 90 % der Konsumenten Online-Bewertungen lesen, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen. Schon eine einzelne negative Bewertung kann den Eindruck stark prägen und wirtschaftliche Folgen haben.


1.2 Warum schlechte Bewertungen häufig Diskussionen auslösen


Negative Bewertungen lösen häufig Konflikte zwischen Bewertendem und Unternehmen aus. Während sachliche Kritik hilfreich sein kann, werden einige Bewertungen bewusst diffamierend oder unwahr abgegeben. Solche Bewertungen können nicht nur den Ruf schädigen, sondern auch rechtliche Fragen aufwerfen.


1.3 Relevanz des rechtlichen Rahmens


Nicht jede negative Bewertung ist strafbar. Der rechtliche Rahmen differenziert zwischen sachlicher Kritik, Meinungsäußerung und strafbaren Handlungen wie übler Nachrede, Beleidigung oder Verleumdung. Unternehmen müssen wissen, wann sie handeln können und wann Bewertungen rechtlich geschützt sind.



2. Arten von Google-Bewertungen


2.1 Positive, neutrale und negative Bewertungen


Google-Bewertungen reichen von 1 bis 5 Sternen. Positive Bewertungen steigern das Vertrauen, neutrale Bewertungen geben Orientierung, und negative Bewertungen können Schaden anrichten, insbesondere wenn sie unwahr oder diffamierend sind.


2.2 Unterschied zwischen sachlicher Kritik und beleidigender Bewertung


Sachliche Kritik beschreibt konkrete Erfahrungen. Beleidigende Bewertungen enthalten falsche Tatsachenbehauptungen oder persönliche Angriffe. Juristisch ist der Unterschied entscheidend: Nur beleidigende, falsche Bewertungen sind potenziell strafbar.


2.3 Beispiele für problematische Bewertungen


  • Übertriebene, nicht belegbare Vorwürfe


  • Falsche Anschuldigungen gegen Mitarbeiter


  • Persönliche Angriffe auf Eigentümer oder Geschäftsführer



3. Rechtliche Grundlagen


3.1 Strafbarkeit von falschen oder diffamierenden Bewertungen


Eine Bewertung wird strafbar, wenn sie unwahre Tatsachenbehauptungen enthält und den Ruf des Unternehmens schädigt. Straftatbestände können Beleidigung (§ 185 StGB), üble Nachrede (§ 186 StGB) und Verleumdung (§ 187 StGB) sein.


3.2 Zivilrechtliche Konsequenzen für Bewertende


Unternehmen können zivilrechtlich gegen falsche Bewertungen vorgehen. Dazu zählen Unterlassungsansprüche, Schadenersatzforderungen und die Beseitigung der Bewertung. Gerichtliche Entscheidungen zeigen, dass auch eine 1 Stern Bewertung strafbar sein kann, wenn sie diffamierende Inhalte enthält.


3.3 Strafanzeige und Bußgelder bei Google-Bewertungen


In schweren Fällen kann eine Strafanzeige gestellt werden. Bußgelder oder Geldstrafen, zum Beispiel in Höhe von 1000 Euro, sind möglich, wenn der Bewertende nachweislich falsche Behauptungen verbreitet und dem Unternehmen Schaden zufügt.



4. Wann eine Google-Bewertung strafbar ist


4.1 Kriterien für die Strafbarkeit einer Bewertung


Eine Bewertung ist strafbar, wenn:


  • sie nachweislich falsche Tatsachen enthält,


  • sie den Ruf des Unternehmens schädigt,


  • der Bewertende vorsätzlich oder grob fahrlässig handelt.


4.2 Beispiele


  • Unwahrheiten über Produktqualität oder Sicherheitsstandards


  • Behauptung, das Unternehmen habe Steuern hinterzogen (ohne Belege)


  • Behauptungen über Betrugsfälle, die nachweislich nicht stattgefunden haben


  • Diskriminierende oder beleidigende Aussagen, die gezielt Personen angreifen


4.3 Höchstsummen und mögliche Strafen


Die Höhe der Strafe hängt vom Einzelfall ab. Gerichtsurteile zeigen, dass Strafen zwischen 500 und 5000 Euro liegen können. In einigen Fällen kann eine Geldstrafe von 1000 Euro für eine Google-Bewertung verhängt werden, wenn sie diffamierend ist und nachweislich Schaden verursacht.



5. Maßnahmen gegen negative oder falsche Bewertungen


5.1 Google-Rezensionen melden: Vorgehensweise und Erfolgsaussichten


Google bietet die Möglichkeit, Rezensionen zu melden. Dafür müssen klare Verstöße gegen die Richtlinien nachgewiesen werden. Der Erfolg hängt von der Schwere der Verstöße ab. Google entfernt Bewertungen, die beleidigend, diffamierend oder falsch sind.


5.2 Rechtliche Schritte: Anwalt, Unterlassung und Schadenersatz


Unternehmen können zusätzlich rechtlich gegen die Verfasser vorgehen. Ein Anwalt kann Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüche durchsetzen. Wichtig ist die Dokumentation der Bewertungen und der entstandenen Schäden.


5.3 Präventive Strategien für Unternehmen


  • Kunden aktiv um ehrliche Bewertungen bitten


  • Schnelle und sachliche Reaktionen auf negative Bewertungen


  • Bewertungsrichtlinien transparent kommunizieren



6. Häufig gestellte Fragen


Wann wird eine Google-Bewertung angezeigt?

Google-Bewertungen erscheinen in der Regel sofort nach der Veröffentlichung. In manchen Fällen prüft Google Inhalte auf Verstöße gegen Richtlinien, bevor sie sichtbar werden.

Wer darf Google-Bewertungen abgeben?


Wann ist eine Google-Bewertung strafbar?


Was passiert, wenn man eine Google-Rezension meldet?


Was darf nicht in einer Google-Bewertung stehen?



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