Das Wichtigste in Kürze
WLAN-Netzwerk umbenennen: Grundlagen
Was bedeutet WLAN?
WLAN steht für Wireless Local Area Network. Gemeint ist ein drahtloses lokales Netzwerk: Dein Router sendet Daten per Funk an Laptop, Smartphone oder Smart-TV. Die Technik basiert auf dem Standard IEEE 802.11 und nutzt die Frequenzbänder 2,4, 5 und bei neueren Geräten 6 GHz.
Wie verbreitet diese Verbindungsart ist, zeigt eine repräsentative Bitkom-Befragung: Neun von zehn Haushalten mit Internetanschluss verbinden ihre Geräte kabellos, im Durchschnitt teilen sich drei Personen ein WLAN.
Was die SSID über dein WLAN-Netz verrät
Der sichtbare Name deines Funknetzes heißt SSID, kurz für Service Set Identifier. Er darf höchstens 32 Zeichen lang sein und erscheint auf jedem Gerät in Reichweite. Ab Werk enthält die SSID häufig Hersteller, Modellbezeichnung oder Anbieter.
Genau darin liegt ein Risiko. Laut den Router-Empfehlungen des BSI können Angaben zu Hersteller oder Modell im WLAN-Namen Angreifern nützen. Kennt ein Angreifer das Modell, sucht er gezielt nach bekannten Sicherheitslücken.
Gründe für einen neuen Netzwerknamen
Ein individueller Name beseitigt Verwechslungen in dicht bewohnten Häusern. Sicherheit ist der zweite Grund: Ein neutraler Name verschleiert dein Routermodell. Drittens schafft eine klare Benennung Ordnung, sobald du ein Gastnetz oder getrennte Frequenzbänder betreibst.
Beim Routerwechsel lohnt sich ein anderer Ansatz. Gibst du dem neuen Gerät den alten Namen samt altem Passwort, verbinden sich Drucker, Lampen und Saugroboter automatisch. Diesen Weg wählen viele Nutzer mit umfangreichem Smart Home, um jedes Gerät nicht einzeln neu einrichten zu müssen.
Die wichtigsten Regeln für ein sicheres WLAN
Das BSI rät, im Netzwerknamen keinen Bezug zu deiner Person herzustellen und weder Hersteller noch Gerätetyp zu nennen. Familienname, Straße und Hausnummer gehören also nicht in die SSID. Beachte zusätzlich diese Regeln:
- Verzichte auf Umlaute, Leer- und Sonderzeichen. Manche Smart-Home-Geräte erkennen sie nicht.
- Wähle einen einprägsamen WLAN-Namen wie Polarlicht-Netz oder Nordstern, damit du dein Netzwerk in der Liste verfügbarer Verbindungen schnell wiedererkennst.
- Kennzeichne getrennte Frequenzbänder mit einer Endung wie -2G und -5G, damit du die Netze leichter unterscheiden und gezielt auswählen kannst.
Beachte, dass das Verstecken der SSID dagegen kaum Schutz mit sich bringt: Dein Router sendet den Namen trotzdem bei jeder Verbindungsanfrage mit.
Vor dem Umbenennen des Netzwerks
Zugangsdaten zur Router-Oberfläche finden
Für die Anmeldung benötigst du das Gerätekennwort deines Routers. Es steht meist auf dem Aufkleber an der Unterseite: Bei der Fritzbox heißt es FRITZ!Box-Kennwort, beim Speedport Gerätepasswort. Hast du es bereits geändert, findest du es im Passwortmanager oder in deinen Unterlagen.
Verwechsle dieses Kennwort nicht mit dem WLAN-Schlüssel. Beide Werte erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Nutze den Anlass, um auch den WLAN-Schlüssel zu prüfen: Laut Bitkom haben gerade einmal 9 Prozent der Haushalte ein individuelles WLAN-Passwort festgelegt.
Benutzeroberfläche des Routers im Browser aufrufen
Öffne einen Browser und gib die Adresse deines Routers ein. Die gängigsten Adressen lauten:
- Fritzbox: fritz.box
- Telekom Speedport: speedport.ip
- Vodafone Station: 192.168.0.1
- O2 Homebox: o2.box oder 192.168.1.1
- Yallo Home Box: 192.168.8.1
Verbinde deinen Rechner idealerweise per LAN-Kabel. Sobald du die SSID speicherst, bricht jede WLAN-Verbindung kurz ab. Mit Kabel behältst du den Zugriff auf die Oberfläche.
Verbundene Geräte und Smart Home erfassen
Notiere vor der Änderung jedes Gerät im Heimnetz. Die Geräteliste deines Routers zeigt dir alle aktiven Verbindungen. Besonders wichtig sind Geräte ohne Bildschirm: Thermostate, Steckdosen und Kameras richtest du nach der Umbenennung meist über eine App neu ein.
Aktuelle Router-Einstellungen sichern
Erstelle vor jeder Änderung eine Sicherungsdatei. In der Fritzbox findest du diese Funktion unter System und Sicherung. Speedport, Vodafone Station und O2 Homebox bieten vergleichbare Exportfunktionen in den Systemeinstellungen.
Vergib für die Datei ein eigenes Kennwort. Läuft bei der Umbenennung etwas schief, stellst du den alten Zustand in wenigen Minuten wieder her.
WLAN-Netzwerk umbenennen
Wo du dein WLAN umbenennen kannst
Den Funknetznamen selbst legt ausschließlich dein Router oder Access Point fest. Windows und macOS ändern dagegen nur lokale Bezeichnungen: Profilnamen, Adapternamen oder die SSID eines eigenen Hotspots. Repeater und Mesh-Systeme müssen den neuen Namen anschließend übernehmen. Die folgenden Abschnitte decken alle vier Bereiche ab.
Am Router
Das Prinzip gleicht sich bei allen Herstellern. Nach der Anmeldung öffnest du den Bereich WLAN oder Heimnetz. Dort ersetzt du den Eintrag im Feld für die SSID und speicherst die Änderung. Das Funknetz startet kurz neu und erscheint danach unter dem neuen Namen. Prüfe bei Dualband-Routern, ob beide Frequenzbänder den gewünschten Namen tragen.
Unter Windows
Ein Windows-PC verändert den Namen deines Funknetzes nicht. Möchtest du ein WLAN unter Windows umbenennen, passt du stattdessen lokale Bezeichnungen an. Dazu zählen Netzwerkprofile wie Netzwerk 3, der Name des WLAN-Adapters und die SSID des mobilen Hotspots. Für Registry und Sicherheitsrichtlinie brauchst du Administratorrechte.
Am Mac
Den WLAN-Namen deines Routers änderst du direkt in dessen Einstellungen, nicht am Mac. Unter macOS lassen sich jedoch verschiedene lokale Netzwerkeinstellungen anpassen: Du kannst den Namen des Netzwerkdienstes ändern, gespeicherte WLAN-Daten im Schlüsselbund verwalten oder Netzwerkdienste per Terminal umbenennen. Soll sich dagegen der WLAN-Name ändern, den andere Geräte sehen, musst du eine Apple-Basisstation konfigurieren oder die Internetfreigabe mit einem eigenen Netzwerknamen einrichten.
Am Repeater und Mesh-System
Repeater und Mesh-Punkte senden eine Kopie deines Funknetzes aus. Behalten sie den alten Namen, siehst du plötzlich zwei Netze. Endgeräte wechseln dann nicht mehr nahtlos zwischen Router und Repeater. Gleiche deshalb jede Erweiterung an.
Nach dem Umbenennen des WLANs
Schritt 1: Alte Netzwerkprofile löschen
Entferne den alten Netznamen zuerst von allen Geräten.
- Smartphones bieten die Funktion Netzwerk entfernen.
- Unter Windows wählst du Bekannte Netzwerke verwalten und Nicht speichern.
- Am Mac entfernst du das Netz in den Einstellungen aus der Liste bekannter Netzwerke.
Schritt 2: Endgeräte mit dem neuen Netzwerk verbinden
Wähle das umbenannte Netz in der Liste aus und gib den Schlüssel ein. Beginne mit den Geräten, auf die du täglich angewiesen bist: Laptop, Smartphone und Fernseher. Prüfe dabei, ob sich jedes Gerät mit dem schnelleren 5-GHz-Band verbindet.
Schritt 3: Smart-Home-Geräte und Drucker neu einrichten
Arbeite nun deine vorbereitete Geräteliste Schritt für Schritt ab. Versetze smarte Geräte über die jeweilige Hersteller-App erneut in den Kopplungsmodus. Drucker verbindest du meist per WPS mit dem WLAN. Achte darauf, dass das 2,4-GHz-Band aktiviert bleibt.
Schritt 4: Verbindung und Signalstärke prüfen
Teste anschließend jede Etage und jeden Raum. Ein Speedtest im Browser zeigt dir, ob die gewohnte Geschwindigkeit ankommt. Die Geräteliste im Router verrät, ob alle Geräte wieder online sind. Installiere bei dieser Gelegenheit verfügbare Updates.
Schritt 5: Neuen Netzwerknamen und Passwort sicher notieren
Speichere SSID und Schlüssel in deinem Passwortmanager. Notiere zusätzlich das Router-Kennwort und den Ort der Sicherungsdatei. Für Besucher eignet sich ein QR-Code: Fritzbox und Speedport erzeugen ihn direkt in der Oberfläche.
Häufig gestellte Fragen
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